Zur Vorbereitung einer Visualisierung im Relux Raytracer sind die gleichen Schritte wie im ReluxDesktop notwendig (siehe Abb.).


1. Erzeugen Sie ein neues Projekt oder fügen Sie Ihrem Projekt eine neue Szene hinzu.

2. Aufbau des Raums mit Möblierung und Gestaltung der Wandflächen (Raumelemente).

3. Für Kunstlichtberechnungen platzieren Sie eine Auswahl von Leuchten, für Tageslichtberechnungen platzieren Sie mindestens ein Fenster oder ein Oberlicht.


Als Beispiel soll hier das in der oben stehenden Abbildung gezeigte Projekt dienen; 

ein Rechteckraum mit jeweils einem Fenster, einer Tür, einem Schreibtisch mit Holzplatte und Schreibtischstuhl, 

einer Glastrennwand und einer dahinterliegenden zweiten Schreibtischkombination 

mit überlagerter virtueller Messfläche sowie einem auf die Glaswand gerichteten Strahler.



Berechnungsmanager (Standardmodus).


Nachdem die Gestaltung des Raums, der Szene, abgeschlossen ist, 

kann die Visualisierung mit Relux Raytracer über den Berechnungsmanager aufgerufen werden. 

Wie bei normalen Radiosity-Berechnungen in ReluxDesktop sind auch hier weitere Eingaben erforderlich.

Nach dem Aufruf der Berechnung erscheint der oben stehende Dialog der einen Umschaltbutton für erweiterte Einstellungen hat. 

Zuerst zu den Standardeinstellungen, beginnend mit der Art der Berechnung:


Art der Beleuchtung

Künstliches Licht
Es werden nur Leuchten als Lichtquellen berechnet. Fenster werden schwarz (Nacht) dargestellt.
Tageslicht
Nur das durch Fenster und Oberlichter einfallende, nicht durch andere Elemente verschattete Licht wird berechnet.
Künstliches Licht und Tageslicht
Alle künstlichen Lichtquellen und das Tageslicht werden berücksichtigt.


Es folgen die Einstellungen für die Tageslichtberechnungen mit den verschiedenen Himmels-Zuständen mit Datum und Uhrzeit. 

Die Uhrzeit wird mit dem Datum und dem im Relux Projekt eingetragenen Längengrad in die sogenannte wahre Ortszeit umgerechnet; 

sie bestimmt maßgeblich den Sonnenstand und damit die Leuchtdichteverteilung des Himmels.


Zustand des Himmels

Klarer Himmel nach CIE
Hierbei wird nur die Himmelstrahlung ohne die Strahlung durch die Sonne berücksichtigt.
CIE Publikation Nr. 22 von 1973
Intermediärer Himmel nach CIE
Ein teilweise bedeckter Himmel, wobei sich die Anteile, bewölkter und klarer Himmel, nach der Sonnenwahrscheinlichkeit und zusätzlichen Gewichtungsfaktoren richten.
CIE Publikation Nr. 22 von 1973
Bedeckter Himmel nach CIE
Die CIE definiert hier mit geringen Abweichungen zur DIN 5034 Teil 2 einen bedeckten Himmel mit ungleichmäßiger Lichtverteilung.
CIE Publikation Nr. 22 von 1973
Gleichmäßig bedeckter Himmel
Diese Himmelsbeschreibung wurde in der DIN 5034 Teil 2 mit einer in alle Richtungen, d. h. nur durch den Winkel des Himmelspunkts zum Zenit, bestimmten Leuchtdichte festgelegt.


Im Standardmodus werden sowohl die Bildqualität als auch die Zahl der Interreflexionen in die Berechnung einbezogen. 

Die höchste Qualität der Renderings wird mit der Einstellung Hoch erzielt.

Im Expertenmodus sind viele zusätzliche Einstellparameter verfügbar. Dieses Dokument enthält lediglich eine Kurzfassung.

Das folgende Kapitel liefert Ihnen eine kurze Einführung in die Anwendung dieser Berechnungsmethode. 

Für weitergehende Informationen schauen Sie bitte in das vollständige Handbuch Radiance Berechnung mit ReluxDesktop. 

Sie finden dieses ergänzende Handbuch auf unserer Website www.relux.com.